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24.9.2018 : 23:55

Fotos/Kurzberichte

2013

Reims · 18.-21.10.2013

2012

Lissabon · 07.-11.12.2012
Dietlingen · 25./26.02.2012

2011

Minimarathon · 17.09.2011

2010

Athen Marathon · 31.10.2010
Hamburg Marathon · 25.04.2010
"memler opening" in Dietlingen · 30./31.01.2010

2009

Wanderung Murgtal · 08.11.2009
New York Marathon · 01.11.2009
Mini-Marathon u. Baden-Marathon · 19./20.09.2009
Fidelitas-Nachtlauf · 27.06.2009
Jesolo Night-Marathon · 22.-26.05.2009
Hamburg-Marathon · 26.04.2009

2008

Wanderung Ottenhöfen · 26.10.2008
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2008
Finama · 28.06.2008
Mannheim Marathon · 24.05.2008
5. memler Lauffreizeit Altglashütten · 22.-25.05.2008
Grand-Prix Bern · 10.05.2008

2007

Amsterdam · 19.-24.10.2007
Im Interview: Markus lief beim 25. Fiducia-Baden-Marathon persönliche Bestzeit
Sparkassen-Mini-Marathon · 15.09.2007
Sommerfest Büchelberg · 28.07.2007
Hornisgrinde-Marathon · 22.07.2007
Stuttgarter Zeitungslauf · 24.06.2007
Im Interview: Bärbels erster Start beim Fidelitas Nachtlauf über 80 km · 23.06.2007
4. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 17.-20.05.2007
Grand-Prix Bern · 12.05.2007
Hamburg Marathon · 29.04.2007

2006

FIDUCIA Baden-Marathon · 24.09.2006
FIDELITAS Nachtlauf · 24.06.2006
Stockholm Marathon · 02. - 07.06.2006
3. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 28.04.-01.05.2006
Winterlaufserie Rheinzabern, 15 km · 08.01.2006

2005

Halbmarathon Tübingen · 03.12.2005
Wanderung "Hoch über dem Albtal" · 13.11.2005
New York-Marathon · 06.11.2005
Frankfurt-Marathon · 30.10.2005
23. FIDUCIA Baden Marathon · 18.09.2005
25 km Bellheim · 06.08.2005
FIDELITAS Nachtlauf · 25.06.2005
2. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 26.-29.05.2005
Grand-Prix Bern · 21.05.2005
Weltkulturerbelauf Bamberg · 01.05.2005
2. Freiburg-Marathon · 10.04.2005
Marató del Mediterrani / Barcelona · 19.-23.03.2005
"memler opening" in Dietlingen · 22./23.01.2005

2004

New York City Marathon · 07.11.2004
Marathon Palma de Mallorca · 24.10.2004
Baden-Marathon · 19.09.2004
Deutschlandstaffel · 24.08.2004
FIDELITAS Nachtlauf · 26.06.2004
24 h-Lauf für Kinderrechte · 19./20.06.2004
1. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 10.-14.06.2004
Mannheim Marathon · 15.05.2004
Freiburg Marathon · 28.03.2004

2003

Tessin Marathon · 09.11.2003
ISTANBUL Eurasia Marathon · 19.10.2003
Karlsruhe-Marathon · 21.09.2003
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2003
24 h-Lauf für Kinderrechte · 05./06.07.2003
FIDELITAS Nachtlauf · 28.06.2003
Grand-Prix Bern · 10.05.2003
Badische Meile · 03.05.2003
Hamburg-Marathon · 27.04.2003
Olympialauf · 05.04.2003
Knielingen · 29.03.2003
Kandel · 09.03.2003

Hornisgrinde-Marathon | Juli 2007

Phil schildert sein erstes Marathonerlebnis

Hallo Lauffreunde,

bin in Folge von 3 knackigen Trainingsläufen (lange Bergläufe zwischen 25 und 35 km) gleich mal zu meiner Marathon-Premiere den Hornisgrinde Marathon in Bühlertal gelaufen.
Zu meiner Verteidigung muss ich vielleicht noch anführen, dass ich im April mit Heiko einen langen Lauf (3. Fidelitas-Etappe hin- und zurück) sowie den Halbmarathon in Heidelberg gelaufen bin. Schlussendlich habe ich dann noch 2 Wochen vor dem Marathon einen 2 Stundenlauf absolviert.

@Cengiz - dank der tollen Vorbereitungsläufe war die Steigung beim Marathon selbst keine wirkliche Herausforderung mehr.

Eine gewisse Neugier und Vorfreude auf den Hornisgrinde Marathon am vergangenen Sonntag "quälte" mich mindestens eine Woche lang. Nachdem ich dankenswerterweise (kurzfristig) über Reinhard & Agnes noch eine Mitfahrgelegenheit organisieren konnte, hatte ich absolute Gewissheit, dass ich starten würde. Auf der amüsanten Hinfahrt bemerkte ich dann fast schon beiläufig, dass dies heute mein erster Marathon sei. Prompt streiften mich "alarmierende Blicke" von Agnes, die zwar vordergründig Reinhard galten, welche mir dennoch nicht unbemerkt blieben. Ich dachte noch: "Toll - nehmt mir doch gleich mein bisschen Selbstvertrauen...", aber Reinhard wischte (wie üblich) aufkeimende Bedenken/etwaige Diskussionen darüber beiseite. Danach kam dennoch eine Diskussion über das "wahre" Streckenprofil auf und letztlich bereitete uns allen das Sauwetter, welches sich auf den letzten Kilometern der Fahrt in Form von zunehmenden Niederschlag bemerkbar machte, die größten Sorgen.

Jetzt mal zum Lauf selbst. Der Start des Marathons ist um 8:15h und für einen Sommertag war es doch auf dem 890 über Normal gelegenen Start/Ziel doch noch recht kühl. Die Organisation (Startnummernausgabe) ist schlicht organisiert und aufgrund der nicht allzu hohen Teilnehmerzahl (etwa 300) effizient gelößt. Man bekommt für super moderate 18 EUR Startgeld auch nur die Startnr. und im Ziel, sofern man denn ankommt, ein T-Shirt od. wahlweise ein Handtuch überreicht. Die Zeitmessung erfolgt über das einfache Ablesen der Nummer beim Zieleinlauf (kein Barcode, kein Chip o.ä.). Doch selbst das haben die Organisatoren meines Wissens gut im Griff.

Es hat zu Beginn noch ordentlich gegossen, ist dann aber kurz nach dem Start glücklicherweise freundlicher geworden. Landschaftlich hat der Lauf echt viel zu bieten und einer der Gründe, warum ich mir diese profilierte Strecke für meinen erster 42er ausgesucht habe, ist zum Teil auch die Tatsache, dass ca. 80-90% des Streckeverlaufs auf Waldboden führt. Meine Renneinteilung war so, dass ich auf der 1. Hälfte, die eher abschüssig bis flach verläuft nicht zu viel Energie lassen und vor allem auf den ersten 10 km ein für mich moderates Anfangstempo finden sollte.
Im 2. Drittel sollte das Tempo dann etwas forciert werden, um im letzten Abschnitt nur etwas Tempo rauszunehmen (gezwungenermaßen durch den zunehmenden Anstieg) bzw. idealerweise zu halten.

Hier mal meine Zwischenzeiten:

KM05 , 00:28:10 (Schnitt, 5:38 min/km)
KM10 , 00:55:30 (Schnitt, 5:33 min/km)
KM15 , 01:22:24 (Schnitt, 5:29 min/km)
KM20 , 01:49:04 (Schnitt, 5:27 min/km)
KM25 , 02:15:25 (Schnitt, 5:25 min/km)
KM30 , 02:42:50 ""
KM35 , 03:10:15 (Schnitt bis hier, 5:25 min/km)

KM40 , 03:47:30 (Schnitt, 5:41 min/km)
ZIEL 04:11:12

Mein vergleichsweise geringer Laufumfang und meine daher (für 42km) nicht ideale Grundlagenausdauer haben dazu geführt, dass ich nach 35km energetisch am Ende war. Vielleicht waren die Glykogenspeicher auch nicht ausreichend gefüllt und ich konnte während des Laufens nicht genügend zu mir nehmen. Möglicherweise ist mein Stoffwechsel nicht auf "Eco-Mode" trainiert und zusammen mit der Aussentemp. verliere ich schon alleine über muskuläre Kontraktionen zu viel Energie, die mir am Ende gefehlt hat. Laut Reinhard hatte ich im Ziel wohl schon Unterkühlungserscheinungen, was diese These stützen würde. Bin gleich noch vor dem duschen ins Zelt und habe mir was zu essen bestellt - sonst wäre ich wohl durchgedreht.

Zu meiner Laufeinteilung; Nach 35km hatte ich noch einen Schnitt von 5:25 min/km über alles (3:10::xx) und somit noch fast 50 Minuten Zeit um die letzten 7,2km so zu laufen, dass ich unter einer "4-Stunden-Zeit" wäre. Ein Schnitt von 6:55 min/km hätte gereicht. Leider hat mir irgend jemand "den Stecker" gezogen. Tatsächlich habe ich dann ziemlich genau eine Stunde für die letzten Kilometer benötigt. Dies entspricht einem Schnitt von 8:20 min/km. Es war ein beständiger Wechsel zwischen gehen und laufen, wobei die Streckenanteile des "gehens" durchaus überwogen haben.

Die Strecke selbst ist ja wirklich sehenswert, insebsondere die Wendestelle entschädigt das monotone der Schleife selbst mit einem grandiosen Ausblick. Ein paar echte Ausblick-Highlights sind dabei, die ich zum Teil ja schon aus der Vorbereitung kannte, aber immer wieder ein "Hingucker" sind. Ob und wie man tatsächlich den Streckenverlauf genießen kann ist immer so eine Sache. Klasse fand ich, dass Läufer dabei waren, die vornehmlich atmosphärische Szenen fotografiert haben und sich weniger um das "Rennen" gekümmert haben.
Ein anderes Bild zeigt sich, wenn man so einige Läufer auf den letzten Kilometern beobachten darf/muss. Da zeigen sich die Schattenseiten einer Langdistanz und spätestens da blieb der Genuss für viele doch eindeutig auf der Strecke. Glücklich für all diejenigen, die sich dieses "Leid" in der Summe kaum angucken mussten.

Nachtrag:
Heute beim Lauftreff an der Europahalle wurde ich von Wolfgang W. gefragt, ob ich denn nun einen besonderen "Kick" bei dem Marathon verspürt hätte. Wohl vor dem Hintergrund, dass diese Distanz noch neu für mich ist denke ich mal.

@Wolfgang; wie schon angedeutet, ich kann nicht behaupten, dass ich besonders oder mehr euphorisch gewesen wäre als sonst nach einem Wettkampf.

Würde sogar behaupten, dass (mir) kurze, dafür aber sehr schnelle Einheiten einen größeren "Kick" bewirken. Dieter J. kann Dir zu diesem Thema wohl mehr sagen.

Eines kann ich mit Sicherheit für mich behaupten - schöne Strecken üben eine gewisse Faszination auf mich aus und der Hornisgrinde Marathon gehört definitiv dazu. Ob es nun 21 oder 42 KM sind ist dabei eigentlich Nebensache - ich würde immer die atmosphärisch attraktivste Strecke wählen.

Laufernde Grüße
Phil

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Athen Marathon | 31. Oktober 2010

Die Memler auf den Spuren von Pheidippides

Fotos s.externe Galerie

Wahre Helden seien jene, bei denen der Marathonlauf am längsten dauert. Derart angespornt vom Sprecher beim Start des Marathons warteten wir auf das "Go! Gooo!". Wer zuvor rechtzeitig der steten und nicht überhörbaren Lautsprecheransage der Organisatoren nachgekommen war, seine "personal belongings" an einem der LKWs abzugeben, platzierte sich in der ihm zugeteilten Startzone. Block 7, für den versehentlich alle memler pauschal gemeldet wurden, startete zwar als letzter; doch als der Sprecher uns mit "you are the last, but not the least" auf die Strecke schickte, toste stolzer Jubel durch die Läufermenge.

Währenddessen stand die griechische Oktobersonne bereits freundlich lächelnd am wolkenlosen Himmel und die Temperaturanzeige im Startbereich bestätigte dies mit 19 Grad. Leise Vorahnungen auf eine Hitzeschlacht machten sich breit und niemand beneidete jene, die sich versehentlich mit langer Laufbekleidung auf herbstliche Verhältnisse eingestellt hatten.

Das sommerliche Wetter begleitete uns auf den mehr als 42 km langen, sagenumwogenen Spuren von Pheidippides. Da in Athen kein Haus höher sein darf als die Akropolis, und die Strecke außerdem einer eher unattraktiven Ortdurchgangsstraße ohne nennenswerten Baumbestand entsprach, war auf dem Weg kaum Schatten zu erwarten. Für jede der zahlreichen Getränkestellen, an der man eine Wasserflasche oder einen durchtränkten Schwamm abgreifen konnte, waren wir also dankbar.

Mit "Brava!", "Kalimera!" feuerten uns die laufbegeisterten, jubelnden Griechen am Straßenrand an. Da liefen sich die kleinen, langgezogenen Steigungen bis km 30 fast wie von selbst -  auch wenn diese bedeuteten: Tempo runter, Puls rauf. Der psychologische Wendepunkt im Höhenprofil lag bei km 30, denn ab hier ging es bis zum Ziel seicht bergab. So flogen die letzten km nur so dahin.

Kurz vor dem Ziel überholten wir noch eine Gruppe Läufer, die in voller Montur als historische Krieger verkleidet waren. Zu unserem Erstaunen sprachen sie nicht griechisch, sondern sächsisch. Mit dieser Kostümierung hatten wir natürlich alles andere als einen unserer heimischen Dialekte assoziiert, und unsere letzten Energiereserven vor dem Endspurt gingen auch für ein Schmunzeln drauf.

Nach dem ergreifenden Einlauf im alten, marmornen Panathinaikon-Stadion, erbaut um etwa 140 n. Chr., veredelten wir den persönlichen Erfolg mit einer Medaille und dem üblichen "goody-bag". Auch im Zielbereich hatten wir für die tolle Organisation des Marathons nur Lob übrig ? darf man anderes erwarten, wo die Griechen dafür doch immerhin 2.500 Jahre Zeit hatten?!

Geschafft! Nach den größeren oder kleineren Entbehrungen in der Trainingsphase und dem erfolgreichen Lauf ließ die kulinarische Belohnung nicht lange auf sich warten. In einem hübschen Lokal der Athener Altstadt lernten wir u. a. einen original griechischen "Vorspeiseteller" kennen, der einige interessante Anregungen für unseren Stammlokalgriechen Kosta bereithielt. Auch das im Wasserglas reichlich ausgeschenkte Nationalgetränk Ouzo war nicht mehr dazu da, verschmäht zu werden. Mit satten Bäuchen und mehr als nur gutgelaunt schaukelte uns die Athener U-Bahn schließlich zurück zu unserem Hotel.

Am Tag unserer Rückreise blickten wir fußmüde und vollends zufrieden auf eine erlebnisreiche Zeit in Athen zurück. Angefangen mit der Erkundung der Marathonstrecke, bei der wir angesichts der Steigungen große Augen machten, über den Besuch des Marathonmuseums, der kräftesparenden Stadtrundfahrt im gemütlichen Reisebus, bis hin zum Besuch der antiken Akropolis. Auch am Wahrzeichen Athens geht die derzeitige politische Situation Griechenlands nicht spurlos vorbei. Die Akropolis wird von der Polizei bewacht, was zunächst erst einmal nicht verwunderlich ist. Ziel ist aber nicht der Einbruch- oder Diebstahlschutz, sondern zu verhindern, dass - wie bereits geschehen - die Pförtner im Zuge von Streiks die Tore verriegeln.

Unser Hotel zeugte von den infrastrukturellen Veränderungen Athens, als in den ersten Nachkriegsjahren schöne klassizistische Bauten einstmals modernen und heute modernisierungsbedürftigen Betonklötzen wichen. So feierten wir unsere Pastaparty in dem Hotelrestaurant im Stile der 60er Jahre. Dank des gemütlichen Neonröhrenlichts, der ausgeklügelten Raumausleuchtung und der damit aufkommenden Jugendherbergsatmosphäre kam die zeitige Bettruhe vor dem Marathon nicht zu kurz. Die Ergebnisse aller Teilnehmer am nächsten Morgen bewiesen dies!

Julia und Markus