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28.2.2020 : 22:39

Fotos/Kurzberichte

2013

Reims · 18.-21.10.2013

2012

Lissabon · 07.-11.12.2012
Dietlingen · 25./26.02.2012

2011

Minimarathon · 17.09.2011

2010

Athen Marathon · 31.10.2010
Hamburg Marathon · 25.04.2010
"memler opening" in Dietlingen · 30./31.01.2010

2009

Wanderung Murgtal · 08.11.2009
New York Marathon · 01.11.2009
Mini-Marathon u. Baden-Marathon · 19./20.09.2009
Fidelitas-Nachtlauf · 27.06.2009
Jesolo Night-Marathon · 22.-26.05.2009
Hamburg-Marathon · 26.04.2009

2008

Wanderung Ottenhöfen · 26.10.2008
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2008
Finama · 28.06.2008
Mannheim Marathon · 24.05.2008
5. memler Lauffreizeit Altglashütten · 22.-25.05.2008
Grand-Prix Bern · 10.05.2008

2007

Amsterdam · 19.-24.10.2007
Im Interview: Markus lief beim 25. Fiducia-Baden-Marathon persönliche Bestzeit
Sparkassen-Mini-Marathon · 15.09.2007
Sommerfest Büchelberg · 28.07.2007
Hornisgrinde-Marathon · 22.07.2007
Stuttgarter Zeitungslauf · 24.06.2007
Im Interview: Bärbels erster Start beim Fidelitas Nachtlauf über 80 km · 23.06.2007
4. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 17.-20.05.2007
Grand-Prix Bern · 12.05.2007
Hamburg Marathon · 29.04.2007

2006

FIDUCIA Baden-Marathon · 24.09.2006
FIDELITAS Nachtlauf · 24.06.2006
Stockholm Marathon · 02. - 07.06.2006
3. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 28.04.-01.05.2006
Winterlaufserie Rheinzabern, 15 km · 08.01.2006

2005

Halbmarathon Tübingen · 03.12.2005
Wanderung "Hoch über dem Albtal" · 13.11.2005
New York-Marathon · 06.11.2005
Frankfurt-Marathon · 30.10.2005
23. FIDUCIA Baden Marathon · 18.09.2005
25 km Bellheim · 06.08.2005
FIDELITAS Nachtlauf · 25.06.2005
2. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 26.-29.05.2005
Grand-Prix Bern · 21.05.2005
Weltkulturerbelauf Bamberg · 01.05.2005
2. Freiburg-Marathon · 10.04.2005
Marató del Mediterrani / Barcelona · 19.-23.03.2005
"memler opening" in Dietlingen · 22./23.01.2005

2004

New York City Marathon · 07.11.2004
Marathon Palma de Mallorca · 24.10.2004
Baden-Marathon · 19.09.2004
Deutschlandstaffel · 24.08.2004
FIDELITAS Nachtlauf · 26.06.2004
24 h-Lauf für Kinderrechte · 19./20.06.2004
1. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 10.-14.06.2004
Mannheim Marathon · 15.05.2004
Freiburg Marathon · 28.03.2004

2003

Tessin Marathon · 09.11.2003
ISTANBUL Eurasia Marathon · 19.10.2003
Karlsruhe-Marathon · 21.09.2003
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2003
24 h-Lauf für Kinderrechte · 05./06.07.2003
FIDELITAS Nachtlauf · 28.06.2003
Grand-Prix Bern · 10.05.2003
Badische Meile · 03.05.2003
Hamburg-Marathon · 27.04.2003
Olympialauf · 05.04.2003
Knielingen · 29.03.2003
Kandel · 09.03.2003

Hamburg-Marathon | 29.04.2007

*** Beitrag 1 ***
Hamburg Marathon am 29.04.2007

...das Tor zur Marathon-Welt stand uns memlern am 29.04.2007 nicht im Hamburger Hafen offen, sondern beim Start und am Ziel des Marathons in direkter Nähe der Messehallen.

Mit absolutem Sommerfeeling haben wir am Samstag unsere Startunterlagen in den Messehallen abgeholt. Dabei ist die gute Organisation und der Chiptest aufgefallen, damit keiner mit den falschen Schuhen läuft.
Die umfangreiche Marathonmesse bot ein breites Kauf- und Informationsangebot.
Einzelne memler haben die Gelegenheit zur Körperfettanalyse wahrgenommen - mit überraschendem Ergebnis: Agnes hatte demnach fast 2 Kilo Übergewicht. Wenn sie die abspecken würde, könnte sie 3:10 laufen, statt der prognostizierten 3:15. Trotz dieses Ergebnis nahm auch sie an unserer privaten Pastaparty teil. Diese fand anschließend in außergewöhnlichem Ambiente in einem italienischen Restaurant statt.

Bei relativ tiefen Temperaturen am Sonntag Morgen haben wir uns fröstelnd an den zugewiesenen Startblöcken eingefunden, um dann wohlgeordnet der abwechslungsreichen Laufstrecke mit guter Organisation an den Versorgungsständen im Abstand von 2,5 km zu folgen.
Die Strecke führte entlang der Reeperbahn über Elbchaussee zu den Landungsbrücken, danach rund um die Binnenalster und entlang der Außenalster gen Norden über City Nord bis an den Rand des größten Hamburger Parks. Links der Außenalster ging?s über Eppendorf, Rotherbaumchaussee zurück in die Innenstadt wieder zur Messe ins Ziel.
An einem perfekten Lauftag bei klarem dunkelblauem Himmel, frischem Wind und freundlichem bis enthusiastischem Publikum war es das reine Vergnügen Hamburg in 42,195 km zu umrunden.
Bei einigen memlern kam es deshalb zu hervorragenden persönlichen Bestleistungen, die nach hartem Training wohlverdient waren. Besonders zu erwähnen sind dabei die 2:56:18 von Markus, der seine persönliche Bestzeit um 20 Minuten (!) verbessern konnte. Ebenso konnte Agnes zeigen, dass man auch ohne Diät 3:10 laufen kann.
Andere kamen auch mit längeren Laufzeiten zufrieden ins Ziel .

Die Marathonstrecke haben wir in den nächsten Tagen bei Ausflügen zu Wasser und zu Land zu den vielen Sehenswürdigkeiten und netten Plätzchen der Stadt noch oft gekreuzt und die Eindrücke der Stadt am Wasser mit den meisten Brücken in Europa genossen. Sowohl am Elbestrand als auch beim abendlichen Kneipenbummel und den kulturellen Events beim König der Löwen und an der "heißen Ecke" gab es allerhand zu sehen und die vielen positiven Eindrücke werden dazu beitragen, dass der eine oder andere memler bestimmt wiederkommen wird.

Verena, Peter und Helmut, 07.05.2007

*** Beitrag 2***
Hamburger Gedanken eines zuversichtlichen Marathonläufers

Koi Energie (Conergy) Marathon !
Was für eine Bezeichnung für ein Ereignis das siebenhundert tausend begeisterte Zuschauer incl. Bordsteinschwalben an die Bordsteinkanten schwemmen sollte, um mehr als siebzehn tausend schwitzende Leiber zu bewundern.

75 kg sollten es beim Start sein. Doch trotz ausreichender Ernährung waren es bis dahin immer noch 80 kg. Hatte ich Hamburg mit Hamburgern verwechselt, oder war der ansonsten starke Geist einfach zu willig?

Schon auf der Hinfahrt im Zug gab es Kaffee zu Gebäck und Hefezopf zum Sekt. Da konnte ich meinen Multivitaminsaft glatt vergessen. Die Weiber schaffen's doch immer wieder, mich zu verführen. Anscheinend braucht es für 42komma sonst was Kilometer mehr als nur Nudeln, Säfte und Traubenzucker. Auf jeden Fall hatte ich die Absicht, meine Ernährung in Hamburg auf Fisch umzustellen. Fische haben schließlich einen kraftvollen Schwanz, um sich vorwärts zu bewegen.

Hotelzimmer mit drei Betten für mich alleine und die Reeperbahn direkt gegenüber. Um ins Zimmer zu kommen musste ich schon eine fünfstellige Nummer schieben. Herz was willst du mehr?

Und dann der Vormarathon beim Abholen der Startunterlagen. Da sah ich sie schon, die schwarzen Bleistifte aus Kenia, die vor hatten, meine Platzierung gnadenlos um mindestens zwanzig Stellen nach hinten zu verschieben. Da wurde mir schmerzlich bewusst, was es heißt Radiergummi zu sein.

Sprinten von Halle zu Halle, von Stand zu Stand. Schuhe, Sportbekleidung, Uhren und endlich ein Stand mit Erdinger alkoholfrei. Da standen sie alle, meine Mitläufer. Der Steffni muss auch da gewesen sein. Ich höre noch das lautlose Kreischen und sehe die verklärten Blicke derjenigen, die sein Buch nachts heimlich unter ihrem Kopfkissen verschwinden lassen. Ob's geholfen hat? Die Damenwelt wird es wissen.

Abends Spaghetti Essen. Alle Memler sind da, mit Anhang. Es sind so viele, dass die Spaghetti bei allem bemühen den Rand des Tellers nicht erreichen. Ich bestelle eine zweite Portion. Schließlich habe ich vor, einige Kalorien auf Hamburgs Pflaster liegen zu lassen. Mein Schweiß auf der sündigsten Meile der Welt, eingebrannt auf unbestimmte Zeit.

Die Nacht war etwas unruhig und das Frühstück wollte nicht so recht schmecken. Am Start hab ich sie dann gesehen, die Steffnis und Redcliffes. Krampfhaft entspannte Stimmung. Lockere Sprüche in gedämpfter musikalischer Untermalung.

Reihe H, Zeit irgendwo zwischen viereinviertel und viereinhalb Stunden. Wo sind die anderen aus meiner Gruppe, wo ist Elli? Groß, aber nicht zu sehen. Radiergummis rollen das Feld von hinten auf, aber meistens sind Bleistifte schneller. Ausradieren dauert eben länger. Dank an Edgar für den aufbauenden Hinweis.

Start pünktlich um neun Uhr. Fischmarkt verpasst. Dafür starte ich mindestens zehn Minuten später als die ersten Läufer. Keine Chance, die fehlende Zeit aufzuholen. Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Würde man es wie bei den Golfern machen, hätte man so viel Zeitvorsprung, dass man mit den Besten ins Ziel kommen könnte. Würde sich auf dem Zielphoto viel besser machen.

Füße in bunten Schuhen. Mindestens 34.000 . Ich muss eingestehen, mehr auf die wohl geformten Rückansichten weiblicher Mitläufer geachtet zu haben, als auf die wunderschöne Umgebung. Ich glaube heute noch, dass so das Laufen leichter fällt.

Die Temperatur ist angenehm, die Sonne scheint und es geht ein leichter Seewind. Ideale Voraussetzung, die Zeit meines letzten Marathons zu unterbieten. Das Adrenalin durchströmt sanft meines Körper. Ich bin Teil eines Ganzen, und es ist einfach nur gut. Irgendwo muss meine Tochter sein. Sie ist extra von Bremen herübergekommen um mich anzufeuern. Immer wieder schweifen meine Blicke zu den vielen Gesichtern an der Wegstrecke. Plakate mit Namen. "Willi, du schaffst es."

Irgendwann muss sie Papi gerufen haben, wie sie mir nachher erzählt hat. Später habe ich Corinna gesehen, auf dem Fahrrad mit Fotoapparat und Filmkamera. Richtig profihaft. Freudig erregt laufe ich zu meiner Tochter hinüber und nehme sie für einen Augenblick in die Arme. Ich bin gerührt.

Während ich laufe, filmt sie. Ich glaube, dass sie stolz auf mich ist und das Laufen fällt mir noch leichter. KM 20. Gerade teilt ein Sprecher mit, dass soeben der Sieger das Ziel passiert hat. Macht nichts, der Radiergummi läuft noch.

Immer wieder trinken. Bei jedem Stand ein paar Sekunden länger. Bei Halbzeit habe ich mir das erste Maschmello in die Backentaschen geschoben. Ich muss jetzt aussehen wie ein kleiner, fetter Hamster.

Zu Beginn wurde ich noch überholt und habe überholt. Jetzt habe ich den Eindruck, als liefen alle im gleichen Trott. Und doch ist jeder Nächste mein Ziel. Als ich vorübergehend kräftiger atme hat mein Körper wohl auf Müllverbrennung umgestellt. Trotzdem kaum Leistungsabfall. Bei Km 35 das nächste Maschmello, wegen der Energie, bevor ich koi Energie mehr hab. Süßes, babbiges Zeugs. Am nächsten Verpflegungsstand Km 40 zwei Becher geleert - Zeitverlust- aber egal. Ziel vor Augen.

Dann Zieleinlauf. Gleich will eine ein Photo von mir machen. Doch ich muss erst einmal verschnaufen und winke ab. Komme mir vor wie Schippen sieben, ziemlich platt und gut durch gemischt. Hab mich aber schnell wieder erholt. Dann habe ich mich doch noch fotografieren lassen. Auf's Bild hab ich dann aber verzichtet.

Über die Schmerzen nach dem Lauf brauchen wir uns nicht unterhalten.

Habe Corinna im Ziel getroffen. Wir haben zusammen noch einen Kaffee getrunken. Dann ist sie wieder nach Bremen, und ich habe mich auf's Bett fallen lassen, mir alle betroffenen Körperteile mit Franzbranntwein eingerieben und mir die Fußsohlen massiert.

Den Rest kennen die meisten. Abends Fisch essen gegangen. Der Ober war sehr nett. Jungfernfahrt der Aida Diva an der Strandbar mit Feuerwerk und Cocktail angeschaut. Am nächsten Tag ergiebige Stadtrundfahrt mit meiner Tochter. Tolle Perspektive von da oben. Da sieht der Marathonlauf doch gleich ganz anders aus. Vorzeitiges Ende der Fahrt wegen Maikundgebung. Abends König der Möwen gesehen. Beim Portugiesen zu Nacht gegessen. Am nächsten Morgen nochmals durch die Altstadt von Hamburg gelatscht und alte Häuser beguckt. Im Bierkeller für 5,50 Euro Spanferkel mit Kraut und Knödel gegessen. Dazu zwei Maibock. Damit hatte ich die verlorenen Kalorien vom Hamburg Marathon endgültig wieder wett gemacht.

Dann Schock wegen möglicher Zugverspätung. Zum Glück war's nicht unserer. Während der Fahrt Landschaft und Marathon vorüber fliegen lassen. Und dann endlich wieder daheim bei meinem glücklich strahlenden Schnukiputs.

Euer

Hans Springinsfeld
(= Hans-Christian, Nachwort im Juli 2007)

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"memler opening 2010" und "Helferfest Mini-Marathon" am 30./31. Januar in Dietlingen

Schnee war Ihr Schicksal!

So könnte man das Wochenende für dieses Opening und Helferfest nennen.

Ein Wechselbad von Erlebnissen, die durch wunderschöne Läufe in einer schneebedeckten Landschaft, gemütliches Beisammensein und der Frage, wie bekommt man Getränkekisten, gebeizten Lachs, Krustenbraten und Obstsalat über einen Steilhang in das Haus der Naturfreunde, geprägt wurden.

Der harte Kern der memler Organisatoren bereitete das Hüttenklima über Holzmachen, Einheizen und Stühle rücken auf dieses einmalige Erlebnis wieder einmal optimal vor. Die vorgefundene Schneelage wurde dabei eher als eine Herausforderung angenommen. Die Markierung zum Hüttenaufstieg wurde bewusst dezent in weißen Schildern vorgenommen, um die Fähigkeiten von Orientierung und Selbstvertrauen zu verbessern. Das Abstreuen der glatten gebirgsähnlichen Trampelpfade wurde von hoch qualifiziertem Fachpersonal in entsprechender Ausrüstung problemlos absolviert. Mir kam dabei wieder die Murgleiter ins Gedächtnis! Damit waren dann auch schon die ersten Hürden beseitigt.

Zum Glück hatte Reinhard die Getränkeorganisation und das Anliefern dieser, einem hochtalentierten und rennerprobten Autofahrer übertragen. Es waren allerdings nicht nur hervorragende Fahrkünste, sondern auch eine gehörige Portion Mut und Gottvertrauen notwendig. um diese Aufgabe mit Bravour zu bewältigen. Kein anderer als Klaus konnte mit dieser Aufgabe betraut werden. Mit viel Schwung und Zuversicht fuhr er das wichtige Gut den Steilhang empor. Eine weitere Hürde war gemeistert.

Wie bei einem Staffellauf trafen nun nach und nach einzelne Memlergruppen ein, was sich dann auch an der Auswahl, der selbstgebackenen Kuchen sichtbar niederschlug. In der Großküche fand, ähnlich wie in einer Tschibo-Filiale, ein heftiges Brühen und Schütten statt. Der erste Höhepunkt war erreicht. In gemütlicher Runde wurde nun Kaffee und Kuchen als Zwischenverpflegung aufgenommen. Auch die anwesenden Hunde kamen auf ihre Kosten. Vito fand Paula gnadenlos gut!

Nach und nach trafen nun alle übrigen Gäste ein, wobei der Schneefall und das Glatteis eher ihnen läuferischen Fähigkeiten ab verlangte. Die Fahrzeuge mussten  zwangsläufig am Wegesrand abgestellt werden. Ohne Fleiß kein Preis!

Die Anlieferung des lang ersehnten Buffets geschah dann mit Einbruch der Dunkelheit. Schneefall und glatte Straßen am Aufstieg, beendeten den Transport jäh!  Getrieben vom Hunger und Hilfsbereitschaft bewegte sich nun eine Gruppe mutiger Läuferinnen und Läufer nach unten, um Hilfe zu leisten. Schlitten, Seile und andere  Accessoires wurden mitgenommen. Bevor man allerdings den reinen manuellen Transport in Angriff nahm, schien es da noch eine andere Lösung zu geben. Der Gedanke, das Allradfahrzeug von Reiner wäre die Lösung aller Probleme, war zunächst naheliegend. Im ersten Schwung, beladen mit den wesentlichsten und schwersten  Essensutensilien, schaffte diese Lösung zunächst auch die erhoffte Abhilfe. Aber schon wieder bei der Abfahrt zur Talstation, war der Geländewagen quasi als "Selbstläufer" hinab gebrettert.
Hier wurden dann auch die Grenzen von Schwerkraft und Glatteis sichtbar. Nun war, beim zweiten Aufstieg, auch der Japaner an seinem Ende angekommen. Nur durch quirlige Fahrmanöver, manche sprachen gar von traumhaften Pirouetten, konnte der Essensrest am Berg gesichert und noch geparkt werden. Der Rest wurde dann von Hand zu Ende gebracht. So könnte dann der Spitzname "Pirouetten-Reiner" geboren (worden sein).

Dem Buffet sah man nachher überhaupt nichts mehr an! Die Soße in der Schüssel, der Braten im Topf, alles war gut strukturiert und gradlinig aufgebaut worden. Das Auge isst mit! Auch in einem Naturfreundehaus. Alle waren stolz, und der Abend war gerettet.

Dass die memler nicht nur tolle Läufer sind, sondern auch ausgelassen feiern können hat dann auch das gesellige Zusammensein wieder einmal bewiesen. Die von André betriebene Diskothek im Kaminzimmer war, wie in den letzten Jahren, eine tolle Ergänzung, quasi eine  Fortsetzung des Gymnastikprogramms mittwochs in der Europahalle. Wenn auch hin und wieder das Knacken der Lautsprecher den Kamingeräuschen sehr ähnlich kam.
Am späteren Abend wurde natürlich auch der Gedanke an die nächtliche Heimfahrt immer wieder im Bewusstsein präsent. Dabei war die Sorge der problemlosen Rückfahrt doch nicht von der Hand zu weisen. Sah man doch vor den Fenstern das heftige Schneetreiben. Sollten wir hier etwa gänzlich eingeschneit werden? Hin und wieder waren deshalb einige Trupps damit beschäftigt, die liegengebliebenen Fahrzeuge wieder flott zu kriegen. Das frische Luftschnappen - immer wieder eine willkommene Abwechslung!

Lediglich eine kleine Gruppe, intern bekannt durch ihren Trainingsfleiß und auch fahrerisches gutes Potenzial, harrte fast bis zum Schluss aus, bevor sie dann den verschneiten Heimweg antraten. Manche nehmen alles mit!

Erst so gegen 3.00 Uhr nachts gingen die letzten memler auf ihr Zimmer. Massive Ausfälle waren nicht zu verzeichnen. Auch die Nacht blieb ruhig.

Beim morgendlichen "nüchternen" Frühstückslauf waren kaum Ausfälle zu verzeichnen. Der frischen Bergluft konnte selbst der ausgeatmete Restalkohol nichts anhaben. Wenig Schlaf wurde dann durch eine wunderschöne Schneelandschaft mit herrlichen Ausblicken ins Tal belohnt. Lediglich eine kleine Orientierungsschwäche ließ darauf schließen, dass die Führungsqualitäten durch das Fest etwas gelitten hatten.

Das gemeinsame Frühstück, quasi ein Resteessen des übrig Gebliebenen, war dann noch ein netter Ausklang.

Die Abfahrt der Getränke und leeren Geschirrkörbe geriet dann zum ultimativen Horrorszenario. Durch schlittenähnliche Fahrtechnik konnte Klaus die zerbrechliche Last ins Tal abgleiten lassen. Im Nachhinein war es doch etwas unverantwortlich, unseren Kameraden Klaus in eine solch prekäre Lage zu bringen. Hier wurde dann auch klar, die memler haben auch einen eigenen Schutzengel im Himmel! Dennoch unsere Hochachtung für diese Meisterleistung!!!

Die abschließende Reinigung und das Aufräumen im Haus, ging dann durch die "üblichen Verdächtigen" nahtlos und flott über die Bühne.

Getreu dem Prinzip "1 + 1 = 3" haben die memler hier wieder einmal bewiesen, wie schön eine funktionierende Gemeinschaft sein kann. Der Kopf läuft immer mit.... und ich war wieder dabei!

Felix