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18.11.2018 : 6:30

Fotos/Kurzberichte

2013

Reims · 18.-21.10.2013

2012

Lissabon · 07.-11.12.2012
Dietlingen · 25./26.02.2012

2011

Minimarathon · 17.09.2011

2010

Athen Marathon · 31.10.2010
Hamburg Marathon · 25.04.2010
"memler opening" in Dietlingen · 30./31.01.2010

2009

Wanderung Murgtal · 08.11.2009
New York Marathon · 01.11.2009
Mini-Marathon u. Baden-Marathon · 19./20.09.2009
Fidelitas-Nachtlauf · 27.06.2009
Jesolo Night-Marathon · 22.-26.05.2009
Hamburg-Marathon · 26.04.2009

2008

Wanderung Ottenhöfen · 26.10.2008
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2008
Finama · 28.06.2008
Mannheim Marathon · 24.05.2008
5. memler Lauffreizeit Altglashütten · 22.-25.05.2008
Grand-Prix Bern · 10.05.2008

2007

Amsterdam · 19.-24.10.2007
Im Interview: Markus lief beim 25. Fiducia-Baden-Marathon persönliche Bestzeit
Sparkassen-Mini-Marathon · 15.09.2007
Sommerfest Büchelberg · 28.07.2007
Hornisgrinde-Marathon · 22.07.2007
Stuttgarter Zeitungslauf · 24.06.2007
Im Interview: Bärbels erster Start beim Fidelitas Nachtlauf über 80 km · 23.06.2007
4. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 17.-20.05.2007
Grand-Prix Bern · 12.05.2007
Hamburg Marathon · 29.04.2007

2006

FIDUCIA Baden-Marathon · 24.09.2006
FIDELITAS Nachtlauf · 24.06.2006
Stockholm Marathon · 02. - 07.06.2006
3. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 28.04.-01.05.2006
Winterlaufserie Rheinzabern, 15 km · 08.01.2006

2005

Halbmarathon Tübingen · 03.12.2005
Wanderung "Hoch über dem Albtal" · 13.11.2005
New York-Marathon · 06.11.2005
Frankfurt-Marathon · 30.10.2005
23. FIDUCIA Baden Marathon · 18.09.2005
25 km Bellheim · 06.08.2005
FIDELITAS Nachtlauf · 25.06.2005
2. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 26.-29.05.2005
Grand-Prix Bern · 21.05.2005
Weltkulturerbelauf Bamberg · 01.05.2005
2. Freiburg-Marathon · 10.04.2005
Marató del Mediterrani / Barcelona · 19.-23.03.2005
"memler opening" in Dietlingen · 22./23.01.2005

2004

New York City Marathon · 07.11.2004
Marathon Palma de Mallorca · 24.10.2004
Baden-Marathon · 19.09.2004
Deutschlandstaffel · 24.08.2004
FIDELITAS Nachtlauf · 26.06.2004
24 h-Lauf für Kinderrechte · 19./20.06.2004
1. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 10.-14.06.2004
Mannheim Marathon · 15.05.2004
Freiburg Marathon · 28.03.2004

2003

Tessin Marathon · 09.11.2003
ISTANBUL Eurasia Marathon · 19.10.2003
Karlsruhe-Marathon · 21.09.2003
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2003
24 h-Lauf für Kinderrechte · 05./06.07.2003
FIDELITAS Nachtlauf · 28.06.2003
Grand-Prix Bern · 10.05.2003
Badische Meile · 03.05.2003
Hamburg-Marathon · 27.04.2003
Olympialauf · 05.04.2003
Knielingen · 29.03.2003
Kandel · 09.03.2003

Sommernachtslauf - Bellheim | 06.08.2005

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memler international - Jesolo Night Marathon | Mai 2009

In unmittelbarer Nähe rauschte das Meer, draußen war es stockfinster, die salzige und schwüle Luft ließ mich schwer und laut atmen. Meine Füße, bereits müde vom langen Laufen, schmerzten ebenso wie meine Beine, und jede Unebenheit auf dem unbeleuchteten Weg bedeutete eine kleine Stolperfalle. Man konnte seine eigenen Füße kaum erkennen, und doch ahnte ich ohne mich umsehen zu müssen, daß hinter mir war noch jemand war. Dunkle, leicht bekleidete und vor absoluter Verausgabung schnaufende Gestalten huschten in waaghalsigem Tempo zu später Stunde über unebene Pflastersteine. Es war heiß, ich verspürte heftigen Durst. Die Stimme meines inneren Schweinehundes feuerte mich an: Weiterlaufen! Gleichzeitig fragte ich mich insgeheim: Was mache ich eigentlich hier?

Die Antwort ist einfach. Sie beginnt mit der Anmeldung zur jährlichen, memler-international-Reise. Dieses Jahr ging es nach Jesolo, einem italienischen Badeort an der Adria.

Am Tag der Abreise hieß es: früh aufstehen, eine längere Busfahrt stand bevor. Günther, unser junger und agiler Busfahrer aus Plauen brachte uns mit flotten sächsischen Sprüchen und immer gut aufgelegt sicher an den "Tatort der selbst auferlegten Strapazen". Die zwölfstündige Busfahrt wurde uns durch ein reichhaltiges Picknick auf einem Rastplatz in der Schweiz versüßt. Extra mitgebrachte Tischdecken verwandelten den grauen Betontisch der Raststätte in eine wohnliche Tafel. Dazu zauberten unsere Organisatoren Anke, Brigitte, Marc und Martin aus überdimensionalen Brötchentüten eines Karlsruher Bäckers feines Gebäck auf den Frühstückstisch. Riesige Butterkäseblöcke, knackige Würste, Laugenstangen, Gurken, Oliven und frisches Gemüse stillten die hungrigen memler-Mäuler. Das Open-Air-Festmahl auf dem Panorama-Rastplatz mitten in den Schweizer Alpen war ein voller Erfolg und eine solide Grundlage für die weitere Fahrt zum Campingplatz mit dem internationalen Namen "Malibu Beach" (um nicht zu vergessen: wir reisten ja nach Italien). Diesen bevölkerten wir gleich zahlreich in hochkomfortablen Caravans. Voll ausgestattet mit Spülbecken, Dusche und WC fehlte es uns in den puppenstubenartigen Miniaturwohnungen an nichts.

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Gleich am nächsten Morgen saßen wir draußen auf der schattigen Terrasse und ließen uns bei schnell aufkeimenden Urlaubsgefühlen das erste Frühstück schmecken, bevor die Marathonmesse und das Abholen der Startunterlagen auf dem Programm standen. Beim Anblick der vielen Läuferinnen und Läufer und dem kribbeligen Flair größerer Laufveranstaltungen machte sich langsam aber sicher ein bißchen Lampenfieber bemerkbar - immerhin sollten wir abends bei hochsommerlichen Temperaturen an den Start gehen. Doch zunächst wollte sich der sportliche Körper ausreichend mit Kohlenhydraten versorgt wissen. Bei spontanen Tischgesprächen während der Pasta-Party lernten wir bspw. den Marathon-Sammler Wolfgang mit seinen mehr als 100 gelaufenen Marathons kennen.

Obwohl der eine oder andere memler einen süffisanten Rüffel bekam, wenn er die Gratis-Tasche nicht im "memler-uniformierenden" orange ausgewählt hatte, erfreuten wir uns alle am gut bestückten Goody-Bag. Weniger gut bestückt waren hingegen die späteren Getränkestationen beim Lauf.
Neben süffigem und lauthals angepriesenem Gatorade gab es zwar Wasser, doch auf den Zuruf von "Agua, Agua" waren - gelinde ausgedrückt - nur verhaltene und müde Reaktionen der Helfer zu vernehmen. So lief man im Dunkeln durstig an so mancher Getränkestation vorbei. Um so besser schmeckte nach dem Lauf und nach der Dusche das gemeinsame Bier im Zielbereich von Jesolo-City, wo wir inmitten Europas längster Fußgängerzone fröhlich unsere Lauferfahrungen austauschten und unsere Altersklassen-Platzierten hochjubeln ließen.

Der Tag danach: Ausschlafen, Relaxen, Entspannen, ein paar Schwimmzüge in der bereits angenehm temperierten Adria machen, die Sonne genießen oder - wer mochte -, sich noch einmal in Punkto Sportlichkeit und Geschwindigkeit beim Kartfahren messen.

Zwecks gemeinschaftlicher Kalorienzufuhr war für abends das große Grillen anberaumt. Die längste Tafel, die der Campingplatz wahrscheinlich jemals gesehen hat, war unsere. Aus den weißen Kunststoff-Campingtischen stellten wir eine lange Tafel zwischen unseren Caravans zusammen. Wenn nicht schon von daheim importiert, lieferte der gut bestückte Supermarkt des Campingplatzes alles Nötige, wie bspw. Brot und Wein oder frische Zutaten für kreative Salate, die in den kleinen Puppenstubenküchen gezaubert wurden. Ausgeprägter Erfinderreichtum war dann gefragt, als es darum ging, die Kohle in den mitgebrachten Einweg-Grillschalen auf die richtige Grilltemperatur zu bringen. Jetzt kamen die adretten Reiseföns der Damen zu ihrem coolsten Einsatz auf der gesamten Reise, und das von unseren selbst ernannten Herren Grillmeistern liebevoll befönte Fleisch war letztlich einige Kameraeinsätze wert. Auf diesen Abend folgte am nächsten Tag ein weiterer Höhepunkt unseres Kurztrips ? der Ausflug nach Venedig. Bilder und Eindrücke sagen da natürlich mehr als tausend Worte; Venedig verweigert sich jeglicher irdischer Beschreibungskunst und man muß es mit eigenen Augen gesehen haben. Oder wie heißt es doch gleich: Venedig sehen und sterben? Oder war es Rom? Oder Neapel? Wie auch immer... Von den Assoziationen großer Metropolen inspiriert, fragten wir uns am Abend vor der Abreise: Wo findet denn das nächste memler-International statt? Doch bevor wir uns Neuem zuwenden, bedanken wir uns zunächst bei den vier Organisatoren: Danke, das habt Ihr wirklich toll gemacht! Auch einen Dank an unseren engagierten Busfahrer, der uns gesund nach Karlsruhe zurückgebracht hat. Und zum guten Schluß: Letztlich hat mich die dunkle und schnaufende Gestalt hinter mir doch nicht mehr eingeholt. Das war die Strapaze auf mehr als 42 km und einen Pokal wert.

Julia