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14.8.2018 : 10:56

Fotos/Kurzberichte

2013

Reims · 18.-21.10.2013

2012

Lissabon · 07.-11.12.2012
Dietlingen · 25./26.02.2012

2011

Minimarathon · 17.09.2011

2010

Athen Marathon · 31.10.2010
Hamburg Marathon · 25.04.2010
"memler opening" in Dietlingen · 30./31.01.2010

2009

Wanderung Murgtal · 08.11.2009
New York Marathon · 01.11.2009
Mini-Marathon u. Baden-Marathon · 19./20.09.2009
Fidelitas-Nachtlauf · 27.06.2009
Jesolo Night-Marathon · 22.-26.05.2009
Hamburg-Marathon · 26.04.2009

2008

Wanderung Ottenhöfen · 26.10.2008
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2008
Finama · 28.06.2008
Mannheim Marathon · 24.05.2008
5. memler Lauffreizeit Altglashütten · 22.-25.05.2008
Grand-Prix Bern · 10.05.2008

2007

Amsterdam · 19.-24.10.2007
Im Interview: Markus lief beim 25. Fiducia-Baden-Marathon persönliche Bestzeit
Sparkassen-Mini-Marathon · 15.09.2007
Sommerfest Büchelberg · 28.07.2007
Hornisgrinde-Marathon · 22.07.2007
Stuttgarter Zeitungslauf · 24.06.2007
Im Interview: Bärbels erster Start beim Fidelitas Nachtlauf über 80 km · 23.06.2007
4. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 17.-20.05.2007
Grand-Prix Bern · 12.05.2007
Hamburg Marathon · 29.04.2007

2006

FIDUCIA Baden-Marathon · 24.09.2006
FIDELITAS Nachtlauf · 24.06.2006
Stockholm Marathon · 02. - 07.06.2006
3. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 28.04.-01.05.2006
Winterlaufserie Rheinzabern, 15 km · 08.01.2006

2005

Halbmarathon Tübingen · 03.12.2005
Wanderung "Hoch über dem Albtal" · 13.11.2005
New York-Marathon · 06.11.2005
Frankfurt-Marathon · 30.10.2005
23. FIDUCIA Baden Marathon · 18.09.2005
25 km Bellheim · 06.08.2005
FIDELITAS Nachtlauf · 25.06.2005
2. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 26.-29.05.2005
Grand-Prix Bern · 21.05.2005
Weltkulturerbelauf Bamberg · 01.05.2005
2. Freiburg-Marathon · 10.04.2005
Marató del Mediterrani / Barcelona · 19.-23.03.2005
"memler opening" in Dietlingen · 22./23.01.2005

2004

New York City Marathon · 07.11.2004
Marathon Palma de Mallorca · 24.10.2004
Baden-Marathon · 19.09.2004
Deutschlandstaffel · 24.08.2004
FIDELITAS Nachtlauf · 26.06.2004
24 h-Lauf für Kinderrechte · 19./20.06.2004
1. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 10.-14.06.2004
Mannheim Marathon · 15.05.2004
Freiburg Marathon · 28.03.2004

2003

Tessin Marathon · 09.11.2003
ISTANBUL Eurasia Marathon · 19.10.2003
Karlsruhe-Marathon · 21.09.2003
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2003
24 h-Lauf für Kinderrechte · 05./06.07.2003
FIDELITAS Nachtlauf · 28.06.2003
Grand-Prix Bern · 10.05.2003
Badische Meile · 03.05.2003
Hamburg-Marathon · 27.04.2003
Olympialauf · 05.04.2003
Knielingen · 29.03.2003
Kandel · 09.03.2003

2. memler-Lauffreizeit in Altglashütten | 26.-29. Mai 2005

Von Darmkoliken und Friedhofswächtern

In Sachen Wetter hatten die 35 memler bei der zweiten Lauffreizeit in Altglashütten im Schatten des Feldbergs das große Los gezogen: Während im Rheintal bei Temperaturen von 34 Grad nicht nur die Köpfe rauchten, bot der Hochschwarzwald wenige Tage vor dem offiziellen Sommerbeginn nahezu ideale Trainingsbedingungen. Vor dem ersten Start am Anreisetag galt es jedoch erst einmal, den 30. Geburtstag von Marcus zu feiern. Nach der kräftigen Nudelportion zum Mittagessen im Haus des Badischen Turner-Bundes präsentierte Werner deshalb zum Nachtisch eine Überraschungs-Schwarzwälder-Kirsch-Torte. Mit dieser doch sehr heftigen Bauchladung schnürte der harte Kern sofort die Schuhe und machte sich auf den Weg zum Schluchsee. Nach Angaben gut informierter Kreise sorgte die ungewöhnliche Nudel-Torten-Kombi beim ein oder anderen Läufer für heftige Magen-Darm-Probleme, Insider sprachen sogar von regelrechten Darmkoliken. Die etwas gemäßigtere Fraktion drehte eine etwas leichtere Verdauungsrunde am Ort und testete dabei die aktuelle Puma-Kollektion von Schuhen bis hin zu Brillen.

Am frühen Abend pilgerten die gut drei Dutzend memler dann zum Schwarzwälder Vesper in die rustikale Mühlenstube nach Neuglashütten, in der ungeachtet der Außentemperaturen ein Kaminofen vor sich hin bullerte. Nach der Nahrungsaufnahme entdeckten die üblichen Verdächtigen ein Nagelspiel der Einheimischen, was ein heftiges Hämmern mit entsprechenden Kommentaren zur Folge hatte.

Auch der folgende Freitag war ausgefüllt mit den unterschiedlichsten Sportarten - von langen Läufen, Mountainbiken über Nordic Walking bis hin zu Wanderungen, Baden im Schluchsee oder Saunagängen. Für das Abendessen hatte Werner den idyllischen Raimartihof am Feldsee ausgesucht, was allerdings mit einem erheblichen An- und Abmarsch verbunden war. Ein Nachzügler fiel hier ziemlich negativ auf, weil er mit seinem alten Auto quer durch den Wald rauschte, um sich noch den Bauch voll schlagen zu können.

Nach einer mehr oder weniger feucht-fröhlichen Nacht teilten sich die memler am Samstag Morgen in eine Titisee- und zwei Feldberg-Gruppen auf. Während Cengiz schon im Morgengrauen auf den höchsten Berg des Landes zustürmte, genehmigte sich der Rest erst einmal ein Frühstück. Trotz der zum Teil sehr profilierten Streckenführung gab es so gut wie keine Ausfälle - lediglich ein kleines Zweier-Team (Namen tun nichts zur Sache) musste nach einer Brutto-Laufzeit von 4:15 Stunden kurzfristig um die Teilnahme am Mittagessen bangen. Der Nachmittag war ausgefüllt mit Vorträgen von Felix und Michael ("Der Kopf läuft mit"), Wanderungen auf dem Feldberg und Badeausflügen, bevor im "Dorfkrug" jede Menge Spare-Rips vertilgt wurden. Es folgte eine weitere fröhliche Sommernacht mit DFB-Pokalendspiel, Tischtennis-Turnier und Planungen für den nächsten internationalen memler-Auftritt Anfang Juni 2006 beim Stockholm-Marathon.

Am nächsten Morgen kletterten über 20 memler in aller Frühe aus den Federn, um noch vor dem Frühstück eine kleine Abschlussrunde rund um den Ort zu drehen. Eine Lauf-Autorität hatte allerdings mit der Uhrzeit größere Probleme als gedacht und stieg nach zwei Kilometern kurzerhand aus. Knapp 30 Minuten später entdeckte ihn die Gruppe kurz vor dem Ende der Runde auf einer Bank direkt vor dem kleinen Friedhof. Diese Auszeit ohne glaubwürdige Begründung ( "so früh am Morgen kann ich nicht laufen") sorgte natürlich für jede Menge Frotzeleien, über die wir an dieser Stelle jedoch den barmherzigen Mantel des Schweigens breiten wollen.

Nach dem Frühstück war es dann schon wieder vorbei mit der zweiten memler-Freizeit in Altglashütten, die uns allen wieder jede Menge Kondition und Spass beschert hat. Als Termin für das nächste Jahr haben wir das Wochenende vom 1. Mai ausgeguckt, um vor Stockholm noch einmal kräftig bolzen zu können. Noch einmal vielen Dank an unseren unermüdlichen Organisator Werner, der bereits die Reservierungsliste für 2006 eröffnet hat.

Rainer

... in der Folgewoche war in der Lokalpresse zu lesen:

 

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Weltkulturerbelauf Bamberg | 01.05.2005

21 km durchs 1000-jährige "Fränkische Rom"

Weil auch auf 7 Hügeln erbaut, vergleicht sich das fränkische Bamberg gerne mit der italienischen Metropole. Sitzt man dann in einem der vielen Biergärten, die sich vorzugsweise auf einem der Hügel befinden, und blickt über die Stadt, dann kommt die Vermutung auf, dass es in dieser katholischen Bischofsstadt mindestens ebenso viele Kirchen geben muss wie in Rom. Sicher ist jedoch: In Bamberg gibt es mehr Brauereien: 9 alteingesessene Betriebe produzieren hier noch den Gerstensaft. Dies war aber für die UNESCO nicht das entscheidende Kriterium um die Stadt im Jahre 1993 in die Weltkulturerbeliste aufzunehmen. Vielmehr war es die Altstadt, die durch den Krieg nahezu unversehrt geblieben ist und die Deutschlands größtes zusammenhängendes Altstadtensemble bildet.

Vor 2 Jahren entschloss man sich in Bamberg auch der Läufergemeinde eine Möglichkeit zu geben die Stadt auf ihre Weise kennen zu lernen: Der Weltkulturerbelauf wurde aus der Taufe gehoben. Kein Marathonlauf wie in anderen Städten, sondern eine Vielzahl von Läufen unterschiedlicher Länge. Bambini- und Schülerläufe über kürzere Strecken, ausserdem 4 und 10 km sowie die Halbmarathondistanz. Leider habe ich mich 2003 zu spät entschlossen daran teilzunehmen, der Lauf war 4 Monate im Voraus ausgebucht. Aber diesmal, 2005, war ich früher dran und habe einen Startplatz bekommen.

Nach Abholen der Startunterlagen am Vortag (ein Funktionsshirt war im Startpreis von 25 Euro enthalten) habe ich auf die "Kloß- und Soß-Party" (das ist die fränkische Variante der Pastaparty) verzichtet und mich stattdessen mit Bratwürsten und Sauerkraut auf einem Bierkeller gestärkt. Von dort konnte man auch schon einige "Highlights" der Strecke erblicken: Michaelsberg, Domberg und ganz oben auf 380 Meter Höhe die Altenburg. Insgesamt sind bei diesem Lauf 280 Höhenmeter zu überwinden.

Start des HM war am Sonntag Nachmittag um 15 Uhr. Bei hochsommerlichen Temperaturen von 27 Grad kam man bereits vor dem Start ins Schwitzen. Aber zum Glück war bereits im Startbereich der erste Verpflegungsposten mit Wasserausschank aufgebaut. Beim Start schließlich musste niemand drängeln, da man mittlerweile auch in Bamberg die Nettozeitmessung eingeführt hat (hier mit in die Startnummer integriertem Chip).

Wie befürchtet waren die ersten Kilometer auf die Altenburg hoch die anstrengendsten. Mehrmals ging es Rauf und Runter. Auf einer besonders steilen Wegpassage waren die Geher mindestens genau so schnell wie die Läufer. Oben angekommen ging's über die Zugbrücke in die Burg hinein, einmal um sie herum, um dann endlich den Abstieg folgen zu lassen. Für die geleisteten Mühen wurde man jetzt mit einem herrlichen Blick über die Stadt belohnt. Im mittleren Teil von Kilometer 9 bis 16 konnten sich die Läufer etwas erholen. Da führte die Strecke zuerst durch einen Park und dann am Fluss entlang. Nach dieser eher ruhigen und kontemplativen Phase war wieder höchste Konzentration gefragt. Es ging durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, vorbei an Häusern die ihren mittelalterlichen Charme bis heute erhalten haben. Wer Kopfsteinpflaster nicht mag, sollte dem Lauf fernbleiben. Davon gab es nämlich in diesem Abschnitt mehr als genug. Als letzte Hürde vor dem Ziel war noch der Domberg zu bezwingen. Beim Anblick des imposanten Bauwerks wird so mancher Läufer, dessen Kräfte am Ende waren, Hilfe von Oben erfleht haben. Einen fulminanten Schlusspunkt bildete schließlich der Lauf durch's Tor des Alten Rathaus. Das Gebäude steht auf einer Insel mitten im Fluss und ist mit barocken Malereien verziert. Ab da hatte man die Zielgerade schon im Blickfeld. Mehrere Hundert Meter lang war eine enge Gasse abgesperrt, durch die sich die Läufer vom Beifall der dicht gedrängt stehenden Zuschauer ins Ziel tragen lassen konnten. Um dort endlich den verdienten Lohn zu erhalten: Ein kühles Hefe-Weissbier (alkoholfrei natürlich). Doch halt, was war das? Das musste jedem echten Franken einen Stich ins Herz geben: Das Bier war aus Bayern!

Zum Abschluss noch ein paar Zahlen: Insgesamt nahmen rund 9500 Läufer an diesem 2. Weltkulturerbelauf teil, davon waren knapp 3000 für den HM gemeldet. Damit ist der Lauf an die zweite Stelle in Bayern hinter dem München Marathon aufgerückt. An der Strecke sollen rund 40000 Zuschauer gestanden haben. Der Lauf findet nur alle 2 Jahre statt, nächste Möglichkeit ist damit erst wieder 2007. Ich war begeistert von der Strecke und der tollen Atmosphäre und will beim nächsten Mal wieder mit dabei sein. Vielleicht kommen dann noch ein paar andere Memler mit?

Helmut

Link: http://www.weltkulturerbelauf.de