Sie sind hier: Fotos/Kurzberichte
DeutschEnglishFrancais
14.10.2019 : 9:45

Fotos/Kurzberichte

2013

Reims · 18.-21.10.2013

2012

Lissabon · 07.-11.12.2012
Dietlingen · 25./26.02.2012

2011

Minimarathon · 17.09.2011

2010

Athen Marathon · 31.10.2010
Hamburg Marathon · 25.04.2010
"memler opening" in Dietlingen · 30./31.01.2010

2009

Wanderung Murgtal · 08.11.2009
New York Marathon · 01.11.2009
Mini-Marathon u. Baden-Marathon · 19./20.09.2009
Fidelitas-Nachtlauf · 27.06.2009
Jesolo Night-Marathon · 22.-26.05.2009
Hamburg-Marathon · 26.04.2009

2008

Wanderung Ottenhöfen · 26.10.2008
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2008
Finama · 28.06.2008
Mannheim Marathon · 24.05.2008
5. memler Lauffreizeit Altglashütten · 22.-25.05.2008
Grand-Prix Bern · 10.05.2008

2007

Amsterdam · 19.-24.10.2007
Im Interview: Markus lief beim 25. Fiducia-Baden-Marathon persönliche Bestzeit
Sparkassen-Mini-Marathon · 15.09.2007
Sommerfest Büchelberg · 28.07.2007
Hornisgrinde-Marathon · 22.07.2007
Stuttgarter Zeitungslauf · 24.06.2007
Im Interview: Bärbels erster Start beim Fidelitas Nachtlauf über 80 km · 23.06.2007
4. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 17.-20.05.2007
Grand-Prix Bern · 12.05.2007
Hamburg Marathon · 29.04.2007

2006

FIDUCIA Baden-Marathon · 24.09.2006
FIDELITAS Nachtlauf · 24.06.2006
Stockholm Marathon · 02. - 07.06.2006
3. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 28.04.-01.05.2006
Winterlaufserie Rheinzabern, 15 km · 08.01.2006

2005

Halbmarathon Tübingen · 03.12.2005
Wanderung "Hoch über dem Albtal" · 13.11.2005
New York-Marathon · 06.11.2005
Frankfurt-Marathon · 30.10.2005
23. FIDUCIA Baden Marathon · 18.09.2005
25 km Bellheim · 06.08.2005
FIDELITAS Nachtlauf · 25.06.2005
2. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 26.-29.05.2005
Grand-Prix Bern · 21.05.2005
Weltkulturerbelauf Bamberg · 01.05.2005
2. Freiburg-Marathon · 10.04.2005
Marató del Mediterrani / Barcelona · 19.-23.03.2005
"memler opening" in Dietlingen · 22./23.01.2005

2004

New York City Marathon · 07.11.2004
Marathon Palma de Mallorca · 24.10.2004
Baden-Marathon · 19.09.2004
Deutschlandstaffel · 24.08.2004
FIDELITAS Nachtlauf · 26.06.2004
24 h-Lauf für Kinderrechte · 19./20.06.2004
1. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 10.-14.06.2004
Mannheim Marathon · 15.05.2004
Freiburg Marathon · 28.03.2004

2003

Tessin Marathon · 09.11.2003
ISTANBUL Eurasia Marathon · 19.10.2003
Karlsruhe-Marathon · 21.09.2003
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2003
24 h-Lauf für Kinderrechte · 05./06.07.2003
FIDELITAS Nachtlauf · 28.06.2003
Grand-Prix Bern · 10.05.2003
Badische Meile · 03.05.2003
Hamburg-Marathon · 27.04.2003
Olympialauf · 05.04.2003
Knielingen · 29.03.2003
Kandel · 09.03.2003

2. Freiburg-Marathon | 10. April 2005

v. Kurt Konstandin

Nach der gelungenen Premiere von 2004 war es Ehrensache, dass eine größere memler-Gruppe (immerhin 29 Finisher!) sich auf den Weg zu den badischen Nachbarn im Breisgau machte.

Eine Nudelparty im "kashu", initiiert von Martina und Marcus Morlock, sollte auch letzte Unklarheiten hinsichtlich der passenden Laufkleidung beseitigen. Ein Temperatursturz hatte sich angekündigt und in der Tat erhoben sich bei der Anfahrt hinter der Skyline von Freiburg die weißen Schneehänge des Schauinsland. Entsprechend entschieden sich viele für warme und lange Kleidung ? mit dem Ergebnis, dass 10 Minuten vor dem Start die Sonne herauskam ? für die meisten zu spät um noch umdisponieren zu können.

Doch die Wetterkapriolen waren ein Klacks im Vergleich zu den organisatorischen Schwierigkeiten des 2. Freiburg-Marathon. Die Veranstalter hatten die Teilnehmerzahl gnadenlos hochgepuscht und nach 8900 Teilnehmern 2004 nun über 13.300 Teilnehmer zugelassen. Promis wie OB Salomon und Bundestrainer-Assistent Joachim Löw sowie die SWR-Gruppe "von 0 auf 42" mit Dieter Baumann sorgten für Publikumsinteresse. Dass es im allgemeinen Gedränge rings um die Messe unmöglich war die anderen memler zu treffen, war der erste Wermutstropfen bei dieser Mammutveranstaltung.

War im Vorjahr der Start von Marathon und Halbmarathon noch zeitversetzt gewesen, so gab es in diesem Jahr zwei Riesengruppen (unter bzw. über 3:45 Std. Marathonzeit), die sich an den Start drängten. So dauerte es mehr als 20 Minuten bis die letzten Starter die Startlinie überqueren konnten. Ein Highlight bildeten die 42 vom SWR gecasteten Live-Bands entlang der Strecke, die passend zur Gemütsverfassung kurz nach dem Start "Keep on running"spielten, später half dann der Stones-Titel vom "Street fighting man" erste Depressionen zu überwinden, bis man kurz vor dem Ziel zu den Klängen von "Dust in the Wind" durch die Straßen kroch. Neben kernigem Rock, stimmgewaltigem a-capella-Gesang, wehmütigem Irish-Folk und swingender Dixie-Musik war alles aufgeboten, was open-air-tauglich ist.

Die Musik half, im heillosen Gedränge der ersten Kilometer an den Rempeleien und missglückten Überholversuchen nicht zu explodieren und in der späten Einsamkeit in der Endphase des Marathons nicht zu verzweifeln. Wie im Vorjahr war die Stimmung in der Innenstadt rings um Martins- und Schwabentor gigantisch. Getrübt wurde der Genuss durch eine 1 km lange Pflasterstein-Strecke, die in der zweiten Runde des Marathons doch stark an den Kräften zehrte.

Für die langsamen Marathonis ab 4:15 Std. kam das dicke und unerfreuliche Ende am Ziel. Dass die 1.300 kg Hefezopf zu dem Zeitpunkt ihrer Zielankunft schon verdrückt waren, damit musste man fast rechnen, aber dass die Medaillen für die Tapfersten der Tapferen, die sich mit letzter Kraft ins Ziel kämpften, nicht mehr reichten, war schon fast skandalös. (Die Medaillen werden angeblich nachgeschickt)

Fazit: Im Freiburg-Marathon ist Musik drin, aber er stößt bereits im 2. Jahr an seine organisatorischen Grenzen und weniger wäre manchmal mehr.

Nachstehend angezeigt wird ein Zufallselement - zur gezielten Beitragsauswahl s. Spalte links

Herbstwanderung Murgtal | 08.11.2009

memler Herbstwanderung 2009

Gerade die Insider konnten in der Beschreibung zur "Herbstwanderung auf der Murgleiter" den professionellen Charakter dieses Ausfluges erkennen. Was sich für mich wie die Einladung zu einer Fastenwanderung über den Kreuzweg gelesen hatte, wurde von meinen Wanderkollegen lediglich in die Rubrik 'leicht anspruchsvoll' eingeordnet.    

So fanden sich am Sonntag morgen um 10 Uhr zwölf Hardcore-Wanderer am Karlsruher Hauptbahnhof ein. Bereits dort hätte man an der Ausrüstung der Anwesenden erkennen müssen, dass es sich hier mehr um ein besonderes Event handelt und nicht um einen klassischen Spaziergang für sogenannte Pseudowanderer wie ich es einer bin! Es wurden im Vorfeld noch Wetterprognosen von Minusgraden bis hin zu Schneegestöber gehandelt! War meine Kleidung da überhaupt artgerecht?

Nach der Klärung der Fahrgemeinschaften begaben wir uns in die S41 und traten die erste Etappe unseres Ausfluges an. Die erste Verpflegung war eine von Martina spendierte Kiste mit Mohrenköpfen, die durch den Fahrradtransport leichte Blessuren erlitten hatten. Die mussten gegessen werden. Pro Nase 1,5 Stück. Bereits die erste Herausforderung! Getragen von einer Art Galgenhumor war die Anreise lustig, und mit entsprechendem Respekt fuhren wir (zumindest ich) in die Bergwelt der Murg zum Ausgangspunkt unserer Wanderung auf dem "Premiumwanderweg"! In einer schmalen Schlucht bei Gausbach formierten wir uns zum Gipfelsturm. 

Bereits die ersten Meter ließen erkennen, dass auch die Streckenführung nicht aus der Hüfte geschehen konnte. Nur durch scharfsinnige Intervention aus der hinteren Reihe konnte bereits hier Schlimmeres verhindert werden.  Auf serpentinenartigen Pfaden arbeiteten wir uns langsam zu den ersten Gipfeln empor. Teilweise im Gänsemarsch hintereinander waren nur kurze Gespräche mit Vorder- oder Hintermann möglich. Der mitgetragene Proviantbeutel konnte kaum angegriffen werden. Nur durch hohe Konzentration war auf den zerklüfteten und laubüberfüllten Wegen ein Abrutschen oder Weggleiten in die Schlucht zu vermeiden!



Schweißgebadet und durchgeschwitzt erreichten wir endlich an der höchsten Stelle einen wunderschönen Aussichtspunkt. Ein stahlblauer Himmel und klare Sicht hätten da nur den Charakter verdorben. Die trübe Wetterlage verstärkte den Stolz unserer körperlichen Anstrengungen enorm. In einer kleinen Aussichtshütte wurden teilweise Speisen und Getränke untereinander getauscht und neuer Mut und Kraft für die weitere Etappe geschöpft. Hier hatte Martin dank seinem mitgebrachten Sitzkissen einige Neider gegen sich. Der weitere wellenförmige Streckenverlauf verhalf uns dann zu einer Wechselwirkung von frieren und schwitzen, die selbst eingefleischte Marathonläufer an ihre Grenzen bringen konnte. Häufiges an- und ausziehen der Jacken und Pullover schweißte die Gruppe regelrecht zusammen. Zwischendurch versorgte Helen mit gefüllten Lebkuchen die ganze Wandergruppe mit neuer Energie. Geteiltes Leid ist halbes Leid, dieser Ausspruch könnte hier entstanden sein!

Endlich kamen auch Passagen, die meiner laienhaften Vorstellung eines Wanderweges entsprachen. Die gute Kondition und Stimmung innerhalb der Gruppe (hier könnt ihr ruhig etwas neidisch werden) hatte dazu beigetragen, dass wir uns gar früher als erwartet dem Ziel näherten. Was im Wettkampf einen Ansporn bedeutet, hatte hier eine hemmende Wirkung. Mit einer spontan eingelegten Kaffeepause in Reichental (die Kaffeekennern unvergesslich bleiben wird) konnten wir die Zeitgutschrift einlösen und waren wieder im Soll.

Ein weiterer Höhepunkt war dann die letzte Etappe, die wir auf dem "Künstlerweg" zurücklegten. Innerhalb dieser Strecke wurde unsere Phantasie aufs stärkste beansprucht. In kurzen Abständen wurden am Streckenrand verborgene Kunstwerke und Skulpturen präsentiert, die uns zu längeren Diskussionen veranlassten. Selbst Wetteinsätze konnten uns nicht zur Auflösung der  phantasievollen Kunstwerknamen motivieren. Auf diesem Weg wurden wir dann noch durch die Familie Schniers verstärkt, die uns hier entgegen gewandert war.

Unser Abschluss im Gasthof "Ochsen" geriet zum gewohnt geselligen Beisammensein. Spätestens jetzt hatte auch ich das Gefühl, das alles halb so schlimm war. Während Michaela ausgehungert auf Ihre Gemüsemaultaschen warten musste, galt es für andere, den letzten Kampf für heute an mächtigen Schnitzelfronten zu kämpfen. Der Ausruf unseres Kellners: "Panierter Jäger", entwickelte in unserem Gehirn ein paar merkwürdige Bilder.  

Das Abendessen in der Nähe unserer Rückfahrthaltestelle zu organisieren zeugte von gutem Gespür für müde Wanderer. Wir konnten deshalb auch ohne Mühe und auf kurzem Weg die Haltestelle pünktlich erreichen. 

Bei der abschließenden Rückfahrt wurde dann noch so manches Erlebnis Grundlage einer ironischen Nachbetrachtung. Alle Mitwanderer waren sich einig, dass Agnes und Reinhard mit dieser Wanderung einen schönen und wertvollen Beitrag zur memler-Gemeinschaft geleistet hatten. Der Kopf läuft mit.... und ich war auch dabei! Vielen Dank für dieses tolle Erlebnis. 

Felix