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19.6.2019 : 10:52

Fotos/Kurzberichte

2013

Reims · 18.-21.10.2013

2012

Lissabon · 07.-11.12.2012
Dietlingen · 25./26.02.2012

2011

Minimarathon · 17.09.2011

2010

Athen Marathon · 31.10.2010
Hamburg Marathon · 25.04.2010
"memler opening" in Dietlingen · 30./31.01.2010

2009

Wanderung Murgtal · 08.11.2009
New York Marathon · 01.11.2009
Mini-Marathon u. Baden-Marathon · 19./20.09.2009
Fidelitas-Nachtlauf · 27.06.2009
Jesolo Night-Marathon · 22.-26.05.2009
Hamburg-Marathon · 26.04.2009

2008

Wanderung Ottenhöfen · 26.10.2008
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2008
Finama · 28.06.2008
Mannheim Marathon · 24.05.2008
5. memler Lauffreizeit Altglashütten · 22.-25.05.2008
Grand-Prix Bern · 10.05.2008

2007

Amsterdam · 19.-24.10.2007
Im Interview: Markus lief beim 25. Fiducia-Baden-Marathon persönliche Bestzeit
Sparkassen-Mini-Marathon · 15.09.2007
Sommerfest Büchelberg · 28.07.2007
Hornisgrinde-Marathon · 22.07.2007
Stuttgarter Zeitungslauf · 24.06.2007
Im Interview: Bärbels erster Start beim Fidelitas Nachtlauf über 80 km · 23.06.2007
4. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 17.-20.05.2007
Grand-Prix Bern · 12.05.2007
Hamburg Marathon · 29.04.2007

2006

FIDUCIA Baden-Marathon · 24.09.2006
FIDELITAS Nachtlauf · 24.06.2006
Stockholm Marathon · 02. - 07.06.2006
3. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 28.04.-01.05.2006
Winterlaufserie Rheinzabern, 15 km · 08.01.2006

2005

Halbmarathon Tübingen · 03.12.2005
Wanderung "Hoch über dem Albtal" · 13.11.2005
New York-Marathon · 06.11.2005
Frankfurt-Marathon · 30.10.2005
23. FIDUCIA Baden Marathon · 18.09.2005
25 km Bellheim · 06.08.2005
FIDELITAS Nachtlauf · 25.06.2005
2. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 26.-29.05.2005
Grand-Prix Bern · 21.05.2005
Weltkulturerbelauf Bamberg · 01.05.2005
2. Freiburg-Marathon · 10.04.2005
Marató del Mediterrani / Barcelona · 19.-23.03.2005
"memler opening" in Dietlingen · 22./23.01.2005

2004

New York City Marathon · 07.11.2004
Marathon Palma de Mallorca · 24.10.2004
Baden-Marathon · 19.09.2004
Deutschlandstaffel · 24.08.2004
FIDELITAS Nachtlauf · 26.06.2004
24 h-Lauf für Kinderrechte · 19./20.06.2004
1. memler-Lauffreizeit Altglashütten · 10.-14.06.2004
Mannheim Marathon · 15.05.2004
Freiburg Marathon · 28.03.2004

2003

Tessin Marathon · 09.11.2003
ISTANBUL Eurasia Marathon · 19.10.2003
Karlsruhe-Marathon · 21.09.2003
Hornisgrinde-Marathon · 20.07.2003
24 h-Lauf für Kinderrechte · 05./06.07.2003
FIDELITAS Nachtlauf · 28.06.2003
Grand-Prix Bern · 10.05.2003
Badische Meile · 03.05.2003
Hamburg-Marathon · 27.04.2003
Olympialauf · 05.04.2003
Knielingen · 29.03.2003
Kandel · 09.03.2003

Athen Marathon | 31. Oktober 2010

Die Memler auf den Spuren von Pheidippides

Fotos s.externe Galerie

Wahre Helden seien jene, bei denen der Marathonlauf am längsten dauert. Derart angespornt vom Sprecher beim Start des Marathons warteten wir auf das "Go! Gooo!". Wer zuvor rechtzeitig der steten und nicht überhörbaren Lautsprecheransage der Organisatoren nachgekommen war, seine "personal belongings" an einem der LKWs abzugeben, platzierte sich in der ihm zugeteilten Startzone. Block 7, für den versehentlich alle memler pauschal gemeldet wurden, startete zwar als letzter; doch als der Sprecher uns mit "you are the last, but not the least" auf die Strecke schickte, toste stolzer Jubel durch die Läufermenge.

Währenddessen stand die griechische Oktobersonne bereits freundlich lächelnd am wolkenlosen Himmel und die Temperaturanzeige im Startbereich bestätigte dies mit 19 Grad. Leise Vorahnungen auf eine Hitzeschlacht machten sich breit und niemand beneidete jene, die sich versehentlich mit langer Laufbekleidung auf herbstliche Verhältnisse eingestellt hatten.

Das sommerliche Wetter begleitete uns auf den mehr als 42 km langen, sagenumwogenen Spuren von Pheidippides. Da in Athen kein Haus höher sein darf als die Akropolis, und die Strecke außerdem einer eher unattraktiven Ortdurchgangsstraße ohne nennenswerten Baumbestand entsprach, war auf dem Weg kaum Schatten zu erwarten. Für jede der zahlreichen Getränkestellen, an der man eine Wasserflasche oder einen durchtränkten Schwamm abgreifen konnte, waren wir also dankbar.

Mit "Brava!", "Kalimera!" feuerten uns die laufbegeisterten, jubelnden Griechen am Straßenrand an. Da liefen sich die kleinen, langgezogenen Steigungen bis km 30 fast wie von selbst -  auch wenn diese bedeuteten: Tempo runter, Puls rauf. Der psychologische Wendepunkt im Höhenprofil lag bei km 30, denn ab hier ging es bis zum Ziel seicht bergab. So flogen die letzten km nur so dahin.

Kurz vor dem Ziel überholten wir noch eine Gruppe Läufer, die in voller Montur als historische Krieger verkleidet waren. Zu unserem Erstaunen sprachen sie nicht griechisch, sondern sächsisch. Mit dieser Kostümierung hatten wir natürlich alles andere als einen unserer heimischen Dialekte assoziiert, und unsere letzten Energiereserven vor dem Endspurt gingen auch für ein Schmunzeln drauf.

Nach dem ergreifenden Einlauf im alten, marmornen Panathinaikon-Stadion, erbaut um etwa 140 n. Chr., veredelten wir den persönlichen Erfolg mit einer Medaille und dem üblichen "goody-bag". Auch im Zielbereich hatten wir für die tolle Organisation des Marathons nur Lob übrig ? darf man anderes erwarten, wo die Griechen dafür doch immerhin 2.500 Jahre Zeit hatten?!

Geschafft! Nach den größeren oder kleineren Entbehrungen in der Trainingsphase und dem erfolgreichen Lauf ließ die kulinarische Belohnung nicht lange auf sich warten. In einem hübschen Lokal der Athener Altstadt lernten wir u. a. einen original griechischen "Vorspeiseteller" kennen, der einige interessante Anregungen für unseren Stammlokalgriechen Kosta bereithielt. Auch das im Wasserglas reichlich ausgeschenkte Nationalgetränk Ouzo war nicht mehr dazu da, verschmäht zu werden. Mit satten Bäuchen und mehr als nur gutgelaunt schaukelte uns die Athener U-Bahn schließlich zurück zu unserem Hotel.

Am Tag unserer Rückreise blickten wir fußmüde und vollends zufrieden auf eine erlebnisreiche Zeit in Athen zurück. Angefangen mit der Erkundung der Marathonstrecke, bei der wir angesichts der Steigungen große Augen machten, über den Besuch des Marathonmuseums, der kräftesparenden Stadtrundfahrt im gemütlichen Reisebus, bis hin zum Besuch der antiken Akropolis. Auch am Wahrzeichen Athens geht die derzeitige politische Situation Griechenlands nicht spurlos vorbei. Die Akropolis wird von der Polizei bewacht, was zunächst erst einmal nicht verwunderlich ist. Ziel ist aber nicht der Einbruch- oder Diebstahlschutz, sondern zu verhindern, dass - wie bereits geschehen - die Pförtner im Zuge von Streiks die Tore verriegeln.

Unser Hotel zeugte von den infrastrukturellen Veränderungen Athens, als in den ersten Nachkriegsjahren schöne klassizistische Bauten einstmals modernen und heute modernisierungsbedürftigen Betonklötzen wichen. So feierten wir unsere Pastaparty in dem Hotelrestaurant im Stile der 60er Jahre. Dank des gemütlichen Neonröhrenlichts, der ausgeklügelten Raumausleuchtung und der damit aufkommenden Jugendherbergsatmosphäre kam die zeitige Bettruhe vor dem Marathon nicht zu kurz. Die Ergebnisse aller Teilnehmer am nächsten Morgen bewiesen dies!

Julia und Markus

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Grand-Prix Bern | 21.05.2005

Das Wunderbare von Bern
- persönliche Eindrücke vom Tag meines ersten Stadtlaufes -

Das Wetter war an diesem Samstag nicht gerade unser bester Freund. Dies zeigte sich nicht nur auf der dreistündigen Busfahrt nach Bern, auf der es zeitweise wie aus Kübeln goss, was die Vorfreude auf den Lauf kaum steigern konnte. Es zeigte sich vor allem am Vormittag, als wir mit sportlich aufgespannten Regenschirmen bei der Stadtführung mit "Ursi" vom "Chindlisfresserbrunnen" zum "Zytglockenturm" trieften, jedoch glücklicherweise die Bärengrotte aus hunger- und zeittechnischen Gründen ausließen. Zum Nachmittag lockerten sich die Wolken und ab und zu kam die Sonne dann doch raus.

Die phantastische Organisation der Schweizer hatte es ermöglicht, dass ca. 22.000 Läuferinnen und Läufer genau wussten, wo sie sich wann für welchen Lauf einfinden mussten. Schon bei der Ankunft am Vormittag bekam jeder Teilnehmer seine Tüte mit Startnummer, Zeitmesser, Informationen zu Startzeit und -punkt, Werbegeschenken, Energieriegeln, etc.; neben den Massen von angebotenen Bananen, Äpfeln, Wasserflaschen, Traubenzucker der Sponsorenstände.

Los ging es dann endlich bei geradezu idealem Wetter unweit des ehemals legendären Wankdorf-Stadion - und gleich zu Anfang, als Begrüßung für die Knie sozusagen, einen halben Kilometer bergab, bevor die Route in die kopfsteinbepflasterte Altstadt von Bern führte. Dort warteten neben tausenden von anfeuernden, gut gelaunten Zuschauern auch Bands, Musikgruppen und Einzelunterhalter, die die ersten fünf bis sechs Kilometer mit Leichtigkeit vorüber gingen ließen. Selbst das ständige bergauf und bergab bemerkte man dadurch zunächst fast nicht.

Etwas ruhiger und für manchen zur ersten Belastungsprobe wurde der Abschnitt hinauf in und durch den Wald, der zwar etwas Abkühlung verschaffte, jedoch durch den vormittäglichen Regen ein feuchtes und schwüles Klima bot. Der Weg führte buchstäblich "über Stock und Stein"! Danach ging es wieder bergab durch ein etwas ruhigeres Wohngebiet in Richtung Altstadt. Erwähnenswert sei hier der einsame Dudelsackspieler auf der Brücke, der für mich eines der Highlights des Laufs darstellte.

Zurück in der Altstadt wurde man wieder von der Begeisterung der Zuschauer auf und ab über das inzwischen fast schon "lieb gewonnene" glitschig-kantige Kopfsteinpflaster getragen, nur spürte man jetzt schon eher die bereits gelaufenen vierzehn Kilometer in den Beinen. Die letzten zwei Kilometer in Richtung Ziel gingen meist bergauf und führten viele an ihre Grenzen.

Letztendlich kam aber fast jeder irgendwann im Ziel an und erhielt neben Bananen, Wasser, Energieriegeln auch auf Wunsch seine Teilnehmermedaille. Danach bot sich für jeden der Läuferinnen und Läufer die Gelegenheit sich in den fußballfeldgroßen Duschzelten für die Siegerehrungen im Partyzelt frisch zu machen, um dort nach etwas Geduld eine Rennbratwurst oder anderes zu sich zu nehmen.

Sehr viel ruhiger als die Hinfahrt verlief dann ab 20 Uhr die Rückfahrt, die um halb zwölf in Karlsruhe endete, wo es vierzehn Stunden vorher losging.
Ich hoffe, ich werde auch nächstes Jahr wieder dabei sein können. :-)

Susanne
m-e-m 2005